Lifestyle  01. Mai 2019

Fasten, nicht nur während des Ramadans! Part I

Nur noch wenige Tage und wir begrüßen unseren heiligen Monat, den Ramadan!

Wir haben uns überlegt welche Form des Fastens, während des Ramadans möglich und von jedem umsetzbar ist. Das Thema “Nachhaltigkeit” schoss uns relativ schnell durch den Kopf. Da nicht jede/r mit diesem Begriff etwas anfangen kann, starten wir mit einer zweitiligen Aufklärungsreihe.

In diesem Beitrag erklären wir euch kurz was Nachhaltigkeit bedeutet, zählen 5 Fakten über die Modeindustrie auf und geben euch Handlungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Lebensstil.

Und wer mag, kann sogar bei einigen Ramadan Challenges mitmachen und unseren Hashtag #RamadanChallenge2019 auf Instagram und Facebook verwenden.

Lasst uns wissen, wie ihr zu dem Thema “Nachhaltigkeit” steht, welche Ramadan Challenges habt ihr euch vorgenommen und gibt es eurer Meinung nach noch andere Handlungsmöglichkeiten die wir unbedingt der Community auf dem Weg geben sollten?

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

Wenn von Nachhaltigkeit gesprochen wird, geht es im Kern darum, dass in einer Produktionskette für z.B. Lebensmittel, Textilien, technische Geräte usw., nur soviel von den natürlichen Ressourcen der Erde erwirtschaftet werden, dass die Natur die Möglichkeit hat diese gewonnene Ressource auf einem natürlichem Wege, in ihrem natürlichen Zyklus, wieder selbst zu produzieren. Wenn von Nachhaltigkeit gesprochen wird, geht es im Kern darum, bei der Herstellung von Produkten den Ressourceneinsatz auf ein Maß zu begrenzen, welches den natürlichen Reproduktionszyklus der Natur entspricht. Dies ist aber nur möglich, wenn wir der Natur die Zeit zur Regeneration geben. Nehmen wir der Natur mehr als sie uns geben kann, fällt am Ende alles auf uns Menschen zurück.

Ihr fragt euch warum?
Anhand von zwei Beispielen lässt es sich unserer Meinung nach gut erklären.

Die Modeindustrie ist eine der schädlichsten Wirtschaftszweige dieses Planetens. Große Modeketten haben das Tempo der Produktion beschleunigt. Mehrmals im Jahr werden neue Kollektionen auf den Markt gebracht. Während vor einigen Jahren nur zweimal im Jahr eine Kollektion vorgestellt wurde, sind es heute diverse Sonderkollektionen.
Das Ziel ist ganz klar: Verkaufen - Verkaufen - Verkaufen! Dieser schnelllebige Trend in der Modeindustrie wird “Fast Fashion” genannt.

Fast Fashion führt im Grunde dazu, dass wir mehr kaufen als noch vor wenigen Jahren. Noch nie waren Kleidungsstücke so günstig wie heute. Laut Studien, wie zum Beispiel von Greenpeace, kaufen wir in Deutschland durchschnittlich 5 Teile pro Monat und tragen davon 40%* selten bis gar nicht. Es wird also viel mehr produziert als wir überhaupt brauchen und tragen können. Wer den aktuellen Modetrends nachgeht und unüberlegt kauft, trägt seine Kleidung nur eine kurze Zeit. Das führt dazu, dass immer mehr Textilien weggeworfen, bzw. aussortiert werden. Kleidung zur Altkleidersammlung zu bringen macht wenig Sinn, denn auch diese ist durch Fast Fashion überfordert und weiß mittlerweile nicht wohin mit all den Sachen.

Für die Herstellung von Klamotten werden der Natur wertvolle Ressourcen und Rohstoffe, wie Trinkwasser, Baumwolle, Erdöl usw., entnommen und wenig bis gar nichts zurückgegeben. Der Einsatz von Chemikalien, welche für die Produktion von beispielsweise Jeans verwendet werden, schaden der Umwelt enorm. Diese Chemikalien fließen sehr oft ungefiltert direkt ins Meer.

 

5 Fakten zur  Herstellung von Kleidung:
Wusstest du eigentlich, dass…

  1. für die Produktion von 1 kg Baumwolle rund 11.000 Liter Wasser und für die Herstellung einer Jeans ca. 8.000 Liter Wasser benötigt werden? Um euch das bildlich vorzustellen: In eine Badewanne passen in der Regel 80 Liter Wasser.
  2. für die Produktion von Polyester Erdöl benötigt wird?
  3. die Kleidung von Großhändlern in Onlineshops und Geschäften eine Weltreise hinter sich haben? Durch den Transport in die jeweiligen Zielländer werden giftige und gesundheitsschädliche Abgase ausgestoßen und gehen direkt zu Lasten unserer Umwelt.
  4. in Ländern wie China, Indien und Pakistan die Arbeiter zum großen Teil zu menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen arbeiten? Bis zu 12 Stunden ohne Pause produzieren sie unsere Kleidung und werden dazu auch noch extrem schlecht bezahlt.
  5. dass unsere Nachfrage das Angebot bestimmt? Unser Konsumverhalten entscheidet letztendlich wie viel produziert wird und auch zu welchen Bedingungen. Die Modeindustrie reagiert auf unser Konsumverhalten.

Also, was können wir tun?

  • Kauft überlegt und in Maßen
  • Unterstützt Designer, Shops und Brands, die großen Wert auf Fair Fashion setzten. Fair Fashion setzt voraus, dass nachhaltige Stoffe und Materialien verwendet werden, die Arbeiter zu menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und faire Löhne erhalten.
  • Supportet Lokale Shops und vermeidet dadurch lange Transportwege.
  • Lasst euch aus alten Klamotten etwas neues Design
  • Organisiert einen Klamottentausch-Dinner mit Familie und Freunden.
  • Das beste was ihr tun könnt, ist eure Kleidung solange wie möglich zu tragen.


P.S.: Es wird immer gesagt, dass Fair Fashion zu teuer, unmodisch und eigentlich nur etwas für Gutverdiener ist. Die Gründerinnen von Bridge & Tunnel haben hierzu passende Worte gefunden:

„Faire Mode ist nicht zu teuer, sondern herkömmliche Mode zu billig.“

 

*Quelle: Greenpeace

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