Superheldin  30. November 2018

Fastfood Artist - Isra Abdou

Isra Abdou

Kunst ist vielfältig und eine schöne Form die eigene Persönlichkeit und die eigenen Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Die Stilrichtung der Kunst mit wenigen Worten zu beschreiben, ist schon eine Herausforderung. 

FASTFOOD ARTIST - so bezeichnet Isra Abdou ihre Kunst und erklärt in unserem Interview auch warum. Erfahrt, was sie an ihrer FASTFOOD Kunst liebt und was sie der GenerationM mitgeben möchte. 

Lest hier das Interview, checkt Isra's Instagramprofil für mehr Kunst und schreibt uns euer Feedback 💌😉

Vielen Dank Isra für deinen Humor und das Gespräch 👌🏼❤
Wir sind weiterhin gespannt, was es bald Neues von dir gibt!


Liebe Isra, stell dich bitte kurz vor.

Isra: Mein Name ist Isra Abdou.
Ich bin 22 Jahre alt und studiere im 5. Semester Bildende Kunst auf Grundschullehramt.

Wie bist du zu deiner Kunst gekommen?

Isra: Ich habe irgendwie immer gerne kreativ gearbeitet. Kunst war in irgendeiner Weise immer ein Mittel, um Dinge für mich spannender zu machen.

 

Wie beschreibst du den Stil deiner Kunst?

Isra: Ich nenne mich selbst FASTFOOD ARTIST. Ein Großteil meiner Arbeit wird ohne Mühe schnell produziert, unterwergs auf dem Handy bearbeitet und sofort ins Netz geworfen.

Lieblos, aber echt lecker 👌🏼

 

Was möchtest du mit deiner Kunst ausdrücken? 

Isra: Ich thematisiere hauptsächlich Dinge, die ich verbal nicht erklären kann.
Ich bin eher der visuelle Typ und kann oftmals meine Gedanken schwer in wenigen Worten zusammenfassen.


Wo, wovon, von wem lässt du dich inspirieren

Isra: Unterschiedlich. Angefangen bei Gesprächsfetzen, die ich in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit höre, Nachrichten in der Abendschau und mit Dingen, die mich im Schaufenster abdunkeln.

Was möchtest du mit deiner Kunst bewirken und erreichen?

Isra: Mich selbst verstehen und anderen Leuten zeigen, was für ein interessantes und verrücktes Chaos in mir herrscht 😉


Was genau bedeutet Kunst für dich?

Isra: Kommunikation, Stressbewältigung, Frieden und Schawarma mit Mangosaft.

 

Gibt es ein Projekt oder ein Thema, das dir bisher am meisten Spaß gemacht hat?

Isra: Das ist sehr schwer zu beantworten, da ich zu dieser Frage eine zwiegespaltene Meinung habe.

Auf der einen Seite habe ich meine “Fastfood Kunst”. Das sind meine Selbstportraits. Hier muss alles schnell gehen. Ich liebe es, meine Gedanken, die jetzt in meinem Kopf sind, sofort umzusetzen und mit der Welt zu teilen. Dafür benötige ich nur mich selbst und mein Handy.
Die Fastfood Kunst kommt meiner Persönlichkeit auch am nähesten, da ich dazu neige, gerne meine Gedanken unaufgefordert auszusprechen, obwohl sie teilweise nicht zum Gesprächsthema passen - haha!

Auf der anderen Seite arbeite ich auch sehr gerne an Langzeitprojekten, wie z.B. REDA - die durchsichtige Verhüllung. Dieses Projekt hat insgesamt 6 Monate in Anspruch genommen. Welche Models brauche ich? Was sollen sie anziehen? Welches Kopftuchmodell für welches Mädchen? Wie soll das Make-Up aussehen? Brauche ich Hilfe bei der Umsetzung? usw. Das fand ich richtig cool, aber auch super anstrengend. So sehr ich auch diese Art von Kunst liebe, scheue ich mich doch vor Langzeitprojekten. Viel zu lange an einer Sache arbeiten, darauf komme ich nicht wirklich klar.

So würde ich doch sagen, dass mir meine Fastfood Kunst am meisten Spaß macht.
Produzieren, rausschießen und nächstes Thema finden!

Dennoch muss ich hinzufügen, dass die Sachen, also meine Kunst, die ich mache, immer eine große Bedeutung für mich haben. Egal, ob ich viel oder wenig Arbeit hineingesteckt habe.


Wenn dein Satz mit „Liebe GenerationM*,...“ anfängt, wie würde dieser enden?

Isra: Liebe GenerationM, ich wusste nicht, dass man euch bereits etikettiert, benannt und in eine Schublade gesteckt hat. Sorry about that!

 

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*GENERATION M / GENERATION MUSLIM
Der Begriff GenerationM ist vor allem geprägt von Shelina Janmohamed in ihrem Buch “Generation M: Young Muslims Changing the World”. Janmohamed definiert die Generation Muslim Millennials als der Teil der muslimischen Bevölkerung, die in den letzten 30 Jahren geboren wurden, die keinen Widerspruch zwischen ihrem Glauben und einem Modernen Lebensstil sehen. Sie schreibt: “Ihr Glaube beeinflusst alles und sie wollen, dass die Welt es weiß. Das unterscheidet sie von ihren nicht-muslimischen Altersgenossen. Sie fordern von Welt, die sie umgibt, auf diese Bedürfnisse einzugehen. Sie sind technikaffine, selbstbefähigte Jugendliche, die glauben, dass ihre Identität sowohl Glauben, als auch Modernität umfasst.”